musica aperta_03

 

22. Saison 2020 - 2021 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / 20.-    www.musica-aperta.ch   www.villastraeeuli.ch

 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Mittwoch  4. November 2020, 20 Uhr

Ensenble Horizonte - Bekenntnisse
Ensemble Horizonte Detmold
: Dante Montoya (Flöte), Jörg-Peter Mittmann (Leitung, Englischhorn), Merve Kazokoglu (Klarinette),
 Helene Schütz (Harfe), Mareike Neumann (Violine), Maria Pache (Viola), Martina Styppa (Violoncello)
Yukinobu Ishikawa (Schlagzeug),

2020-11-04_ Ensemble Horizonte_800

Fréderic Pattar (1969)

Contrainte de lumière (2008) für Bassflöte, Bassklarinette, Harfe, Viola und Violoncello

Farzia Fallah (1980)

Lalayi - ein Schlaflied für Sohrab (2017) für Streichtrio

Salvatore Sciarrino (1947)

muro d‘orizzonte (2017) für Flöte, Englischhorn und Bassklarinette

Jörg-Peter Mittmann (1962)

Jenseits der Bläue (2013) für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug und Streichtrio

Jean-Luc Darbellay (1946)

... bei einem Engel irgend (2017) für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug und Streichtrio

Max E. Keller (1947)

Holzschnitte (2017)) für Flöte, Klarinette, Harfe, Schlagzeug und Streichtrio

Die Funktionen von Musik sind vielfältig, sie mag unterhalten, mag durch Strukturen begeistern, mag zu Bewegung anregen, in meditativ-psychedelische Zustände versetzen – oder aber sie mag ein mehr oder weniger fest umrissenes, bekenntnishaftes Anliegen zum Ausdruck bringen. Traditionell ist Letzteres vor allem in der Sakralmusik anzutreffen, in jüngerer Zeit ähnlich auch in politischer Musik. Hier dient die Musik vorzugsweise dem zugrundeliegenden Wort in der Vermittlung bekenntnishafter Inhalte. Wie aber kann eine textfreie Musik bedeutungsvolle Gehalte ausdrücken? – Gerade die Neue Musik bietet dafür aufschlussreiche Beispiele. Nicht zuletzt rückt hier die Anspielung, das Zitat in den Vordergrund. Die Beiträge des Programms „Bekenntnisse“ beleuchten eine Vielfalt unterschiedlicher Bekenntnisse, teils sehr persönlicher, teils allgemeiner ästhetischer oder gesellschaftlicher Natur.

Da hinterfragt Max E. Keller die Gesellschafts-Visionen des 20. Jahrhunderts, Farzia Fallah greift sensibel die Kriegs-Ahnungen des persischen Dichter Sohrab auf, Jean-Luc Darbellay vertont einen Aphorismus Paul Klees über die Vergänglichkeit, Salvatore Sciarrino gestaltet eine verwegen karge Apotheose seiner sizilianischen Heimat, Frederic Pattar nähert sich voll untergründigem Hintersinn Paul Celan und Jörg-Peter Mittmann spürt einem Sehnsuchtsort romantischer Kunstreligion nach.

Seit 1990 widmet sich das Detmolder ENSEMBLE HORIZONTE in variabler Formation vom Duo bis zum 16-köpfigen Ensemble vor allem der zeitgenössischen Musik, häufig aber auch den vielfältigen Beziehungen zwischen Tradition und Moderne sowie der Wechselwirkung zwischen Musik und anderen Kunstgattungen. Thematische Programme und das Eingehen auf spezifische Raumsituationen stiften Kontexte, die auch dem unvorbereiteten Hörer Orientierung in der Klangwelt der Moderne vermitteln.                         www.ensemblehorizonte.de

weitere Konzerte:
3. November, Heidenheim
5. November, 20 Uhr, L'art pour l'Aar, Le Cap (Französische Kirche), Predigergasse 3, Bern
6. November Bonn, Sankt Helena

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Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Samstag  16. Januar 2021, 20 Uhr

Isang Yun - zum 25. Todestag
Egidius Streiff - Violine (Basel), Markus Stange - Klavier (Karlsruhe) - Streiff Quartett (Basel)

Ysang Yun (1917-1995)

Streichquartett Nr.4 (1986)
 
Sonate für Violine und Klavier (1991) CH-Erstaufführung der Urfassung

Younghi Pagh-Paan (1945)

Fanfarella (2018) für Violine solo

Klaus Huber (1924-2017)

Intarsimile (2010) für Violine solo, Urfassung

Younghi Pagh-Paan (1945)

Horizont auf hoher See (2017) für Streichquartett, CH-Erstaufführung

Isang Yun und Younghi Pagh-Paan: Neue Werke! Musica Aperta hat in den letzten Jahren immer wieder ein Hörfenster nach Korea aufgemacht, so auch in dieser Saison. Egidius Streiff beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Musik aus Korea: Reisen im Auftrag der Eidgenossenschaft und Zusammenarbeit mit Musikern aus beiden Teilen der Halbinsel sind Teil seiner eigentlichen Pionierarbeit.  Die Werke von Isang Yun, dem berühmtesten Komponisten Koreas, gehören daher zu seinem Dauerrepertoire und jene von Younghi Pagh-Paan zu seinen langgehegten Aufführungswünschen: Younghi widmete ihm 2018 ein neues Solostück, und ihr neues Streichquartett von 2017 wurde soeben freigegeben. Hier präsentiert er mit seinen Freunden Markus Stange am Klavier (Karlsruhe) und dem Streiff Quartett ein einzigartiges Programm mit Ur- und Erstaufführungen: Die Urfassung der grossen Sonate für Violine und Klavier haben Egidius Streiff und Markus Stange uraufgeführt und auf der neuen Porträt-CD von Isang Yun bei capriccio (C5364) eingespielt.

           weitere Konzerte:  Samstag, 7. November 2020, Universität der Künste Berlin, Joseph Joachim Saal.(entfältt wegen Corona)
                           Sonntag, 17. Januar 2021, Gare du Nord Basel
                           Freitag, 26. Februar 2021, l'art pour l'Aar Le Cap (Französische Kirche) Bern

 

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